Landesförderzentrum körperliche und motorische
Entwicklung Schwentinental

Das Landesförderzentrum körperliche und motorische Entwicklung Schwentinental ist Teil des DRK-Schul- und Therapiezentrums Raisdorf. Träger der Schule ist das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren des Landes Schleswig-Holstein.

Im Landesförderzentrum werden körperbehinderte Kinder und Jugendliche im schulpflichtigen Alter aufgenommen, die einen so umfangreichen sonderpädagogischen und therapeutischen / pflegerischen Förderbedarf haben, dass sie mit den Mitteln einer anderen Schule nicht oder nicht ausreichend gefördert werden können.
Die Schülerschaft stellt eine sehr heterogene Gruppe mit unterschiedlichsten Formen von Körperbehinderungen dar (u.a. Cerebrale Bewegungsstörung, Epilepsie, Querschnittslähmung, Muskeldystrophie, Mehrfachbehinderungen, dauerhafte Fremdbeatmung). 

Die Schule erfüllt die Aufgaben mehrerer Schularten und fördert entsprechend den jeweiligen Lehrplänen in den Bildungsgängen Grundschule, Hauptschule, Realschule, Förderschule und Schule für Geistigbehinderte. Im Einzelfall ist der Besuch eines benachbarten Fachgymnasiums möglich. Seit 2003 ist die Schule als Offene Ganztagsschule anerkannt.

Das Bildungsangebot des Landesförderzentrum körperliche und motorische Entwicklung unterscheidet sich von der 'traditionellen' Schule dadurch, dass Lerninhalte, Lehr- und Lernmethoden an den individuellen und spezifischen Bedürfnissen der körperbehinderten Schülerinnen und Schüler ausgerichtet sind und eine enge Verzahnung mit den notwendigen Therapie- und Pflegemaßnahmen sowie entsprechenden Hilfsmittelversorgungen erforderlich ist. Grundlage der Zuordnung zu einem bestimmten Bildungsgang ist eine begleitende Förderdiagnostik und der unter Leitung eines Sonderpädagogen interdisziplinär erarbeitete Förderplan.

Zur Gestaltung dieser ganzheitlichen Förderung im Landesförderzentrum körperliche und motorische Entwicklung Schwentinental besteht eine Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit mit dem Fachpersonal des Schul- und Therapiezentrums aus Wohnbereich, Therapie, Psychologie, Sozialpädagogik, Pflegedienst und ärztlichem Dienst. Die Vielschichtigkeit und Komplexität der ganz persönlichen Lebens- und Beschulungssituation und der Lebensperspektive unserer Schülerinnen und Schüler erfordert eine enge Verknüpfung von Erziehung, Bildung, Diagnostik, Therapie, Förderpflege und Hilfsmittelversorgung.

Eine zusätzliche Besonderheit stellen der Unterricht in Klinikklassen im Norddeutschen Epilepsiezentrum Raisdorf dar, in dem Schülerinnen und Schüler aller Bildungsgänge, überwiegend aus dem norddeutschen Raum, während ihres Klinikaufenthaltes unterrichtet werden.

Als überregionales Förder- und Beratungszentrum für körperbehinderte Kinder- und Jugendliche erstreckt sich die Zuständigkeit der Schule in enger Zusammenarbeit mit den jeweiligen Kreisfachbeauftragten für Körperbehindertenpädagogik (BUK) auf das gesamte Land Schleswig-Holstein. Des weiteren steht die Schule in enger Kooperation mit der Staatlichen Schule für Sehgeschädigte Schleswig und der Staatlichen Internatsschule für Hörgeschädigte Schleswig.

Eine Besonderheit im Zentrum sind die Diagnose- und Beratungswochen für körperbehinderte Kinder und Jugendliche und deren Eltern. Diese dienen der Abklärung der weiteren Schullaufbahn, der Hilfe bei besonderen pädagogischen, therapeutischen und pflegerischen Problemen oder bei Fragestellungen im Hinblick auf eine Unterstützte Kommunikation.


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Presseinformationen

Erster Spatenstich für Schulerweiterung

Erster Spatenstich: Jörn-Dieter Korsch, Geschäftsführer des DRK-Schul- und Therapiezentrums Raisdorf,  Rektor Lutz Dräger und Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug (von links).

Kiel, 31.01.2012 Mit einem ersten Spatenstich wird Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug am morgigen…

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